HETS die Schule für Natural Horsemanship - Das Levelprogramm
Willkommen zu einer der faszinierendsten Reisen... einer Reise, um Horseman zu werden!
Lese bitte aufmerksam folgende Einleitung, bevor du dich mit den Aufgaben, respektive den Checklisten der ersten drei Level auseinandersetzt.
Als ich 1994 das erste Mal bei Pat Parelli war, damals noch in Clements, Kalifornien, nahm ich an einem Gespräch teil, welches er mit einem Europäer führte. Dieser junge stramme Mann hielt sich auf der Nachbarranch auf, um anscheinend Pferde- und Westerntrainer zu werden. Der „europäische Cowboy“ sagte: „Habe gehört, du wärst ziemlich gut mit Pferden und wollte mal vorbeischauen, um zu sehen, ob ich hier noch ein besserer Horseman werden kann!“ Pat schaute ihn etwas verwirrt an und sagte, bevor er ich auf den Absätzen drehte: „Bevor man ein besserer Horseman werden kann, muss man zuerst einer sein!“
Während mein Mentor Pat Parelli auf dem Weg war, sein gelerntes Know-how von seinen Mentoren mehr und mehr in ein logisches Programm zu verpacken, habe ich persönlich herausgefunden, dass Menschen am einfachsten über klare Checklisten lernen können.
HETS die Schule von Natural Horsemanship sieht drei Checklisten vor, um ein Horseman zu werden. Basis, Fortgeschritten und Experten, mit anderen Worten, vom Beginner zur Kompetenz, zum professionellen Pferdemenschen.
Instinktives und natürliches Know-how lebte dank Natural Horsenmanship wieder auf in der Pferdeindustrie. Während die meisten herkömmlichen Trainings-Systeme auf Techniken und „Drills“ basieren, überlegt sich der angehende Horseman, was für ihn und sein Pferd wichtig ist:
1. Die Beziehung steht an erster Stelle
2. Pferde können ausgeglichen und intelligent in vier Bereichen konditioniert werden.
3. PPN steht für positiv, progressiv und natürlich. An dieser Einstellung erkennt man unter anderem den Horseman.
Pferde zu lesen und sie richtig einzuschätzen ist wohl die grösste Herausforderung für effizientes Horsemanship. Durch die ersten drei Stufen möchte ich dich darauf sensibilisieren, wie die verschiedenen Pferdepersönlichkeiten agieren und reagieren, was ihre Schwächen und Stärken sind und wie wir dies für uns positiv nutzen können, um mit ihnen eine angenehme Beziehung aufzubauen und zu erhalten.
Pat Parelli würde sagen: Die Menschen müssen wieder mehr „Pferde-Savvy“ entwickeln.
Anstelle „nur“ zu reiten oder das Reiten in den Fordergrund zu stellen, tendiert ein Horseman seine Pferde und sich selber in den vier Bereichen zu fördern.
Zwei am Boden: Am Seil und in Freiheit.
Zwei im Sattel: Freistil- und konzentriertes Reiten.
Vertraue mir, dass jeder Level die richtige Dosis in den 4 Bereichen erhält. Mein Ziel ist es dich als angehenden Horseman so zu konditionieren damit du am Schluss Pferden und dir selber etwas zu bieten hast. Solide und mit Qualität, auch wenn du dich z.B. „nur“ als Freizeitreiter betitelst!
Ich habe bei Pat Parelli zu oft gelernt und gesehen wohin es geht mit den so genannten
„quick fixes“, sei es bei Pferden wie auch bei Menschen.
Schliesse bitte kurz deine Augen und überlege:
Wer in deiner Umgebung bemüht und kümmert sich um seine positive, progressive und natürliche Einstellung?
Pferde testen solche Dinge ständig. Ich habe mir oft überlegt, wieso haben so viele Menschen einen Hund als Haustier. Ich glaube kürzlich die Antwort erhalten zu haben. Der Mensch schätzt die Beständigkeit im Hund. ...stimmts? Egal wie der Mensch drauf ist, der Hund ist in der Regel sehr ausgeglichen. Man kennt ja die Geschichte, von misshandelten Hunden, welche trotzdem immer wieder zu seinem Besitzer zurückkehren. Würde das ein Pferd tun wenn es die Wahl hätte? Wie ist es denn bei den menschlichen Beziehungen: Wieso schaffen es die einen 20, 40 und mehr Jahre verheiratet zu sein und andere sind froh ihren ursprünglich so „geliebten“ Partner möglichst bald wieder los zu werden. Hat es wohl mit Beständigkeit zu tun? Hat es ev. mit ppn zu tun?
Philosophie, konzeptionelles, Theorie und schlussendlich Details ergeben ganzheitliches .
Keines darf das andere ausschließen.
Wenn du dir die nachfolgenden Aufgaben oder Checklisten ausdruckst und sie liest, wirst du erkennen, dass in den wenigsten Fällen beschrieben ist WIE du dorthin kommst. Es ist vor allem WAS ich gerne sehen würde und vor allem, das man sieht das du es bereits als Programm und als Muster bereits einige male gemacht hast.
Beim Eiskunstlaufen, beim Kunstturnen, beim Tanzen gibt es die Kür und die Pflicht.
In Englisch heißen die Pflichtübungen compulsories oder patterns sprich Muster, wenn es sich um regelmäßige Abläufe handelt. Im Kampfsport nennt man es die „Katas“,
man möchte instinktive Abläufe und Bewegungsmuster bilden.
Pferde sprechen sehr gut auf solche Bewegungsmuster an weil auch sie grundsätzlich sehr viel Beständigkeit in ihrem Leben haben müssen, um in einer Herde zu existieren und in der freien Wildbahn zu überleben. Natur besteht aus Beständigkeit, Frühling, Sommer, Herbst und Winter, Tag und Nacht, warm und kalt. So wie der Mensch geschafft hat, die Beständigkeit in der Natur aufzuwühlen, passiert es auch im Umgang mit Pferden.
Auch „extreme“ Pferde welche z.B. ein ausgeprägtes Dominanz- oder Fluchtverhalten haben sind einfach, sobald der Mensch seine Emotionen und Handlungen kontrollieren kann.
Desshalb freue ich mich, dir die ersten drei Level von HETS der Schule für Horsemanship so zu präsentieren, wie ich es erfahren durfte. Es fördert wirklich gute Gewohnheiten im Menschen damit der Traum Pferd einer der schönsten Träume bleibt.
Danke für deine Aufmerksamkeit.
Es war mir wichtig dir dies mitzuteilen.
Natural Horsemanship darf nicht zu etwas Esoterischem oder Sektiererischem werden, wie ich das leider zu oft gehört oder gesehen habe, von Menschen die das vielleicht NOCH nicht ganz verstanden haben, um was es wirklich geht. Jedoch zwei Dinge möchte ich kurz erwähnen.
Erstens:
Horsemanship kann spirituell sein vor allem in den Level 8-10. Ich bin überzeugt jeder von euch hatte schon ein Erlebnis in dieser Richtung und wenn nicht, beobachte weiter, wie Pferde subtil mit einander kommunizieren, manchmal ist man sicher, es muss Telepathie gewesen sein.
Zweitens:
Ich hoffe der Tag kommt an dem es nicht mehr „natural“ Horsemanship heissen muss!
Dazu möchten wir mit HETS und der Schule unseren Beitrag leisten. Gratuliere und danke wenn auch du dazu bereit bist.
Mit den besten Horsemanship Grüssen
Urs Heer former 4* Parelli Instruktor und Pferdetrainer
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